Hundesteuer

Gegenstand der Steuer ist nach §§ 1 der Hundesteuersatzung der Stadt Aachen das Halten von Hunden im Stadtgebiet. Steuerpflichtig ist der Hundehalter. Hundehalter ist, wer einen Hund im eigenen Interesse oder im Interesse seines Haushaltsangehörigen in seinem Haushalt aufgenommen hat.

Die Hundesteuerpflicht beginnt: 

  • mit dem 1. des folgenden Monats, in dem der Hund aufgenommen worden ist
  • bei der Haltung auf Probe oder zum Anlernen, zur Pflege oder Verwahrung spätestens, wenn der Zeitraum von 2 Monaten überschritten wird
  • bei Hunden, die dem Halter durch Geburt von einer von ihm gehaltenen Hündin zuwachsen, beginnt die Steuerpflicht mit dem 1. des Monats, in dem der Hund drei Monate alt geworden ist.

Die Hundesteuerpflicht endet mit dem Ablauf des Monats, in dem der Hund veräußert oder sonst abgeschafft wird, abhanden kommt oder eingeht.

An- bzw. Abmeldung von Hunden:
Die Anmeldung eines Hundes ist zwingend innerhalb von zwei Wochen nach der Anschaffung des Hundes bzw. nach Zuzug eines Hundehalters ins Aachener Stadtgebiet vorzunehmen.
Eine Abmeldung ist ebenfalls innerhalb von zwei Wochen vorzunehmen (nach Abgabe,Tod oder Verlust des Hundes oder bei Wegzug des Hundehalters in eine andere Gemeinde). 
Zwecks An- bzw. Abmeldung können Sie entweder die unter "Downloads" aufgeführten, ausdruckbaren Vordrucke verwenden oder aber das entsprechende Onlineangebot der Stadt Aachen nutzen. Diese einfache Möglichkeit die An- bzw. Abmeldung eines Hundes online durchzuführen, können Sie über den folgenden Link erreichen:

Hunde online anmelden

Hunde online abmelden

Hundesteuermarke
Mit der Anmeldung des Hundes wird eine Hundesteuermarke ausgegeben.
Nach § 11 Nr. 4 der Hundesteuersatzung dürfen Hunde außerhalb von Wohnungen oder des umfriedeten Grundbesitzes nur mit einer sichtbar befestigten Hundesteuermarke ausgeführt werden.

Hundesteuersätze der Stadt Aachen pro Jahr 

für einen Hund:

120,00 €

für zwei Hunde, je Hund:

144,00 €

für drei und mehr Hunde, je Hund:

156,00 €

für einen gefährlichen Hund bzw. einen Hund bestimmter Rasse:

720,00 €

für zwei gefährliche Hunde bzw. für Hunde bestimmter Rassen, je Hund:

960,00 €

für drei und oder mehr gefährliche Hunde bzw. Hunde bestimmter Rassen, je Hund:

1.152,00 €

 

Gefährliche Hunde bzw. Hunde bestimmter Rassen
Zu den "gefährlichen Hunden" gehören entsprechend § 3 Abs. 2 Landeshundegesetz Hunde der Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden.
Zu den "Hunden bestimmter Rasse" gehören entsprechend § 10 Abs. 1 Landeshundegesetz Hunde der Rassen Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler, Tosa Inu und deren Kreuzungen untereinander sowie deren Kreuzungen mit anderen Hunden.
Zu den Kreuzungen in diesem Sinne gehören in jedem Fall auch Hunde mit der Bezeichnung Old(e) English Bulldog.
Wie oben bereits aufgelistet ist für diese Hunde eine erhöhte Steuer zu entrichten.
Sowohl "gefährliche Hunde" als auch "Hunde bestimmter Rassen", für die eine Ausnahme nach § 5 Abs. 3 des Landeshundegesetzes erteilt wurde (=Befreiung vom Anlein- und Maulkorbzwang), gelten während der Gültigkeit der Ausnahmegenehmigung als nicht gefährliche Hunde und werden steuermäßig wie normale Hunde veranlagt.
Eine Reduzierung der Steuer erfolgt nur auf Antrag, der beim Fachbereich Steuern und Kasse zu stellen ist.
Fragen zur Meldung und Haltung von "gefährlichen Hunden", "Hunden bestimmter Rasse" und "großen Hunden" (=Widerristhöhe ab 40 cm oder schwerer als 20 kg) können durch das Ordnungsamt beantwortet werden.
Weitere Informationen hierzu finden Sie durch Anklicken des folgenden Links:
Meldung von Hunden beim Ordnungsamt


Steuerbefreiung (gemäß § 3a der Hundesteuersatzung)
Steuerbefreiung wird auf Antrag gewährt für:

  • Hunde, die ausschließlich dem Schutz und der Hilfe Blinder, Tauber oder sonst hilfloser Personen dienen. Sonst hilflose Personen sind solche Personen, die einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen "B", "BL", "aG" oder "H" besitzen;
  • Hunde, die nachweislich unmittelbar aus dem Tierheim Aachen aufgenommen werden. In diesen Fällen wird auf Antrag für die ersten 24 Monate nach der Aufnahme in den Haushalt Steuerbefreiung gewährt. (Dies gilt nicht für Hunde nach §§ 3 und 10 Absatz 1 LHundG.)

Steuerermäßigung (gemäß § 4 der Hundesteuersatzung)
Steuerermäßigung wird auf Antrag gewährt für:

  • Hunde, die von Inhabern des "Aachen-Passes" gehalten werden. In diesem Fall ist die Steuer auf Antrag auf 1/3 des Steuersatzes nach § 2 a) zu ermäßigen. Die Ermäßigung entfällt, wenn mehr als ein Hund gehalten wird. Der Nachweis ist durch Vorlage des AachenPasses zu erbringen. Die Ermäßigung wird frühstens ab dem 1. des auf die Antragstellung folgenden Monats gewährt (dies gilt nicht für Hunde nach §§ 3 und 10 Absatz 1 LHundG.).

Bei der Antragstellung auf Befreiung oder Ermäßigung sind (je nach Antrag) vorzulegen:

  • Kopie des Aachen-Passes oder
  • Kopie des Schwerbehindertenausweises
  • Kopie des Tierabgabevertrages des Aachener Tierheims

 

Die vollständige Hundesteuersatzung können Sie über folgenden Link aufrufen:
Hundesteuersatzung

Servicekonto

Um Online-Dienstleistungen nutzen zu können, ist ein Servicekonto erforderlich.

Bitte melden Sie sich hier mit Ihrem persönlichen Konto an, oder erstellen Sie hier ein neues Servicekonto.

Kontakt

Veranlagungssachgebiete Hundesteuer
Habsburgerallee 11-13
52064 Aachen
E-Mail: grundbesitzabgaben@mail.aachen.de

regio iT Version bis-portlet: 3.8.0