Wohnberechtigungsschein

Änderungen aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften

Zum 01.01.2016 haben sich aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften (Gesetz zur Förderung und Nutzung von Wohnraum - WFNG NRW) Änderungen hinsichtlich der Einkommensgrenzen ergeben, die zum Bezug einer geförderten Wohnung berechtigen.

Allgemeiner Wohnberechtigungsschein

Ein gültiger Wohnberechtigungsschein (WBS) ist für die Vermittlung einer geförderten Wohnung notwendig.
Eine geförderte Wohnung darf nur beziehen, wer über einen gültigen Wohnberechtigungsschein verfügt.

Der Wohnberechtigungsschein gilt für ein Jahr und enthält Angaben über die Personenzahl und die maximale Größe der Wohnung, die bezogen werden darf. Die Erteilung eines Wohnberechtigungsscheines ist dann möglich, wenn die einkommensmäßigen Voraussetzungen erfüllt werden:

 

 Haushaltsgröße Netto-EinkommensgrenzeWohnungsgröße
   
 1 Person 19.350 Euro 50 qm
 2 Personen 23.310 Euro 2 Wohnräume oder 65 qm
 3 Personen 28.670 Euro 3 Wohnräume oder 80 qm
 4 Personen 34.030 Euro 4 Wohnräume oder 95 qm
 5 Personen 39.390 Euro 5 Wohnräume oder 110 qm
 6 Personen 44.750 Euro 6 Wohnräume oder 125 qm
 7 Personen 50.110 Euro 7 Wohnräume oder 140 qm
jede weitere Person+ 5.360 Euro+ 1 Wohnraum oder + 15 qm
Für jedes im Haushalt lebende Kind erhöht sich die Einkommensgrenze jährlich um 700 Euro (Kinderkomponente).

 

Ausnahmewohnberechtigungsschein

Sollte die Einkommensgrenze um bis zu 5 % überschritten werden, besteht die Möglichkeit, einen Ausnahmewohnberechtigungsschein auszustellen, ggf. auch gezielt für eine bestimmte Wohnung.

Gezielter Wohnberechtigungsschein

Ein gezielter Wohnberechtigungsschein wird in den Fällen erteilt, in denen ein Wohnungssuchender bereits in einer geförderten Wohnung lebt, aber aufgrund seines zu hohen Einkommens keinen allgemeinen Wohnberechtigungsschein mehr erhält. Der Wohnberechtigungsschein wird gezielt für eine bestimmte Wohnung erteilt.

Voraussetzung hierfür ist, dass bereits eine geförderte Wohnung bewohnt wird und wenn die  wohnungssuchende Person durch den Bezug des gewünschten Wohnraums anderen geförderten Wohnraum freimacht,

  1. dessen Miete bezogen auf den Quadratmeter Wohnfläche niedriger ist,
  2. dessen Größe derjenigen der Tauschwohnung entspricht oder
  3. dessen Größe die für ihn maßgebliche Wohnungsgröße übersteigt oder ihr entspricht.

Zusätzlich ist das Einverständnis des Eigentümers der neuen Wohnung erforderlich.

 

Wohnberechtigungsschein der Einkommensgruppe B 

Für Wohnungen der Einkommensgruppe B gilt eine 40%ige Einkommensüberschreitung der maßgeblichen Einkommensgrenze.
Der allgemeine Wohnberechtigungsschein berechtigt grundsätzlich auch zum Bezug einer Wohnung der Einkommensgruppe B.

Antragstellung Wohnberechtigungsschein

Wohnberechtigungsscheine können beim Sachgebiet "Wohnberechtigung" des Fachbereichs Wohnen, Soziales und Integration sowie in allen Bezirksämtern beantragt werden. Die Adressen und Öffnungszeiten finden Sie unten am Ende der Seite unter "Zuständige Einrichtung".

Wenn Sie den Wohnberechtigungsschein im Bezirksamt beantragen, wenden Sie sich bitte an das Bezirksamt in dem Stadtbezirk, in dem Sie wohnen. Bewohner von Aachen-Mitte beantragen den Wohnberechtigungsschein bitte beim Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration.

Der gezielte Ausnahmewohnberechtigungsschein, der gezielte Wohnberechtigungsschein und der Bezugsschein können nur beim Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration beantragt werden.
Die endgültige Ausstellung aller Scheine erfolgt ausschließlich durch den Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration.

Stand: 12.01.2018

Servicekonto

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Gebühren

Die Verwaltungsgebührenordnung finden Sie unter 'Gebühren' in der entsprechenden Dienstleistung. > Allgemeiner Wohnberechtigungsschein / Ausnahmewohnberechtigungsschein 10,00 Euro (Tarifstelle: 29.1.4.a) > Gezielter Wohnberechtigungsschein 20,00 Euro (Tarifstelle: 29.1.4.b) > Wohnberechtigungsschein Einkommensgruppe B 15,00 Euro (Tarifstelle: 29.1.9)

Unterlagen

Persönliche Vorsprache in Verbindung mit Antragstellung ist erforderlich. > Gültiger Personalausweises / Pass > Einkommensnachweise je Person im Haushalt (Lohn, Gehalt, Renten, Unterhalt, Krankengeld, Arbeitslosengeld, Hartz IV-Leistungen, Sozialhilfe, BaföG u.ä.) > ggf. Schwerbehindertenausweis > ggf. Urteil über Ehescheidung > ggf. Vollmacht > ggf. Heiratsurkunde > ggf. Schul-/Studienbescheinigung > ggf. Mutterpass > ggf. Steuerbescheid (bei erhöhten Werbungskosten) > ggf. Nachweis über Pflegebedürftigkeit Daneben können im Einzelfall für die Bearbeitung weitere Nachweise erforderlich sein, um individuelle Lebenslagen berücksichtigen zu können.

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